Think positive! Darum lohnt sich Optimismus

Nimm Dein Leben in die Hand

Ist bei Dir das Glas halbvoll oder halbleer? Siehst Du im Unbekannten eine neue Chance, die es zu ergreifen gilt, oder eher eine potentielle Möglichkeit zu versagen? Je nachdem, wie Du die Welt betrachtest, ergibt sich eine positive oder eher pessimistische Sicht der Dinge. Diese Sichtweise kann Dein Wohlbefinden erheblich beeinflussen, denn positives Denken sorgt für bessere Laune und fördert die Gesundheit. Auch bei Hämophilie A zahlt sich Optimismus aus!

 

Was ist Optimismus?

Das Wort Optimismus stammt vom lateinischen Begriff „optimum“ (= das Beste) und bezeichnet eine positive Lebenshaltung. Demnach begegnen Optimisten der Welt mit einer heiteren, lebensbejahenden Grundeinstellung. Sie erwarten, dass sich die Dinge stets zum Guten wenden, während Pessimisten hingegen vom Gegenteil ausgehen.

 

Von Natur aus auf negativ gepolt

Die Natur macht es uns nicht leicht, immer positiv zu denken. Um im Laufe der Evolution zu überleben, ist das menschliche Gehirn darauf trainiert, sich auf Gefahr und Probleme zu fokussieren. Dieses Denkverhalten setzt sich auch heute fort und wir bemerken die positiven Dinge im Leben manchmal gar nicht. Dabei kann die richtige Einstellung viel bewirken, wie verschiedene Studien zeigen: Ob ein niedrigerer Blutdruck, weniger Herzerkrankungen oder eine bessere Gewichtskontrolle – dies alles kann die Folge positiven Denkens sein. Mach Dir diesen Optimismus auch beim Umgang mit Deiner Hämophilie A zunutze.

 

Positives Denken senkt Schmerzen

Wissenschaftler haben ebenfalls herausgefunden, dass Methoden der positiven Psychologie bei Menschen mit chronischen Schmerzen die Behandlung unterstützen können. Die positive Psychologie beschäftigt sich mit der Steigerung von Zufriedenheit und mentaler Widerstandskraft (Resilienz). Die Kraft des Positiven kann aber auch Heilungsprozesse fördern: Optimisten sind nach Operationen schneller wieder gesund, haben ein geringeres Schmerzempfinden und leiden seltener an Erkältungen sowie Depressionen. Sogar die Wundheilung kann durch eine zuversichtliche Grundhaltung beschleunigt werden.

Positiv zu denken bei einer chronischen Erkrankung wie Hämophilie A ist nicht einfach, kann aber die Lebensqualität steigern. So zeigt die Studie „Happy Despite Pain“ (HDP, 2015), dass ein Optimismus-Training Patienten beim Umgang mit chronischen Schmerzen unterstützen kann. Während des HDP-Programms übten sich die Teilnehmer in Selbstmitgefühl, um besser mit den emotionalen Folgen der chronischen Schmerzen umgehen zu können. Außerdem sollten sie täglich drei schöne Erlebnisse aufschreiben, um den Fokus auf das Positive zu richten. Darüber hinaus lernten die Patienten Techniken zur Steigerung der Genussfähigkeit kennen und visualisierten ihr bestmögliches Selbst: Das schloss ein künftiges Leben ohne Schmerzen ein, aber auch berufliche und private Lebensziele.

Eine positive Sicht auf das Leben kann Dir den Umgang mit Deiner Hämophilie A erleichtern. Sie hilft Dir, die schönen Aspekte des Lebens stärker wahrzunehmen und besser mit schwierigen Situationen und Herausforderungen, wie Schmerzen oder Blutungen, umzugehen. Eine positive Einstellung kann viel bewegen und gibt Dir die Energie, die Dinge zu erreichen, die Dir wichtig sind. Zusammen mit einer Therapie, die optimal auf Deine Bedürfnisse abgestimmt ist, kannst Du die Herausforderung Hämophilie A bestmöglich meistern.

 

Tipps, wie Du positives Denken trainieren kannst:

  1. Fokussiere Dich jeden Tag auf ein positives Erlebnis.
  2. Genieße diesen Augenblick, halte ihn schriftlich fest oder teile ihn mit anderen.
  3. Führe ein Dankbarkeitstagebuch.
  4. Denke über eine positive Eigenschaft von Dir nach: Wie bereichert sie Dein Leben?
  5. Fasse ein erreichbares Ziel ins Auge und würdige Deine Fortschritte.
  6. Versuche jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen.
  7. Konzentriere Dich auf das Hier und Jetzt und nicht auf die Vergangenheit oder Zukunft.

 

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