Bleib am Ball: Gute Gründe für mehr Selbstdisziplin bei Hämophilie A

Ein hohes Maß an Selbstdisziplin kann bei Hämophilie A die Weichen für Gesundheit und Wohlbefinden stellen.

Ein irisches Sprichwort lautet: „Es gibt keinen Erfolg, wo es keine Disziplin gibt.“ Auch in unserer Kultur gilt diese als eine der preußischen Tugenden und als Voraussetzung für die Verwirklichung von Zielen. Dabei soll Selbstdisziplin sogar noch wichtiger sein als Intelligenz und Begabung.

Du siehst also: Egal, ob im Sport, im Beruf oder in der Liebe – wer genug Willensstärke aufbringt, kann viel erreichen. Doch braucht man auch Selbstdisziplin bei Hämophilie A? Ein hohes Maß an Selbstdisziplin kann bei Hämophilie A die Weichen für Gesundheit und Wohlbefinden stellen. Egal, ob Prophylaxe oder Bedarfsbehandlung – nur wenn Du Dir Deine Medikamente wie vom Arzt verordnet verabreichst, trägst Du Deinen Teil zum Therapieerfolg bei. Zwar benötigt das Benutzen von Apps und Therapietagebüchern ein hohes Maß an Selbstdisziplin, jedoch können sie Dir bei Deinem Gesundheitsmanagement helfen.

 

Selbstdisziplin bei Hämophilie A: Du kannst etwas bewirken!

Darüber hinaus tragen eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung zu Deinem Wohlbefinden bei. Dennoch fällt es uns häufig schwer, den inneren Schweinehund zu bekämpfen. Zu verführerisch sind die zartschmelzenden Pralinen, zu verlockend die fette Currywurst mit Pommes rot-weiß. Wer greift angesichts solcher Köstlichkeiten lieber zu einem Apfel oder dem Salat mit mageren Geflügelstreifen? Dabei lohnt sich es gerade bei Hämophilie A, auf seine Ernährung zu achten. Denn eine gesunde Ernährung beeinflusst unser Körpergewicht maßgeblich – und das sollte gerade bei Hämophilie A Betroffenen möglichst im Normbereich liegen, um die Gelenke nicht zusätzlich zu belasten.

Das Gleiche gilt für unsere Hartnäckigkeit in puncto Sport. Dabei trainieren wir Muskelkraft, Ausdauer, Mobilität und Balance, was gerade Menschen mit Hämophilie A besonders guttut. Beweist Du Biss und bist konstant aktiv, kann das Deine Gesundheit langfristig positiv beeinflussen. Denn damit schaffst Du die besten Voraussetzungen, um Verletzungen durch Fehlbewegungen und mangelnde Beweglichkeit zu vermeiden. Außerdem beugst Du so Gelenkblutungen vor. Dafür musst Du keine Rekorde aufstellen: Wichtig ist, dass Du dauerhaft bei der Sache bleibst.

 

Studie zeigt: Gewissenhaftigkeit wirkt lebensverlängernd

Eine amerikanische Langzeitstudie hat ergeben, dass Disziplin und Zielstrebigkeit das Lebensalter verlängern. Diese Charaktereigenschaften sollen sogar wichtiger sein als Sport, Optimismus und Lebensfreude. Vielmehr sollen sparsame, beharrliche, detailverliebte und verantwortungsvolle Menschen am längsten leben. Ein Grund dafür ist vermutlich, dass disziplinierte Menschen mehr für ihre Gesundheit tun und weniger risikofreudig sind. So rauchen und trinken diese weniger, außerdem treten sie eher auf das Brems- als auf das Gaspedal. Dazu kommt, dass vernünftige Charaktere häufig einen hohen Serotoninspiegel im Gehirn haben. Dieser fördert guten Schlaf, hebt die Stimmung, reguliert den Appetit und unser Impulsverhalten. Einen weiteren Grund sehen die Forscher darin, dass sich gewissenhafte Menschen eher in gesünderen Lebenssituationen wie stabilen Arbeitsverhältnissen und glücklichen Beziehungen befinden. Zudem neigen zielstrebige Persönlichkeiten weniger dazu, sich zu verzetteln, und bewahren ihre Energien für schwierige Situation.

Diese Ergebnisse sprechen für sich. Es gibt also gute Gründe, Deine Willensstärke zu trainieren und Deine Ziele im Blick zu behalten. Bleib dran!

 

Tipps für mehr Selbstdisziplin:

  • Verfolge nur Ziele, die Dir am Herzen liegen. Nur etwas, das Du aus eigenem Antrieb möchtest, wirst Du auch in die Tat umsetzen.
  • Setze Prioritäten und erledige Wichtiges zuerst.
  • Teile Dein Ziel in unterschiedliche Teilziele ein. So fällt es Dir einfacher, Ergebnisse zu schaffen. Das motiviert.
  • Lege genau fest, wann Du welches Ziel erreicht haben möchtest.
  • Würdige jeden Deiner Erfolge, auch wenn Du nur ein Teilziel erreicht hast. Ohne positive Rückmeldung gibt man schneller auf.
  • Fang klein an: Statt einen Marathon lieber 15 Minuten Joggen täglich anvisieren.
  • Motivier Dich: Stell Dir vor, wie es sich anfühlt, wenn Du Dein Ziel erreicht hast. Oder pinn ein Foto an eine gut sichtbare Stelle, das zeigt, wie es aussehen kann.
  • Such Dir ein Vorbild, dem Du nacheifern kannst.

 

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